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Netzwerke organisieren

2. Dezember 2010      Allgemein, Netzwerke
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Im zweiten Teil der Serie „Netzwerke verbinden“ beschäftige ich mich damit, wie aus einem Netzwerk ein intelligentes System werden kann.


Im ersten Teil „Netzwerke verbinden“ habe ich klar gemacht, dass wir intelligente Systeme brauchen, um Lösungen für die komplexe Welt zu finden, in der wir leben und wie ein Netzwerk aussehen kann.

Jetzt stellt sich aber die Frage: Wie wird ein Netzwerk zu einem intelligenten System?


Gehirn


Ich schlage vor, wir machen es wir das Gehirn. Das ist sowohl ein Netzwerk (und was für eins!) und oft auch richtig intelligent. Peter Kruse hat Jahre in der Hirnforschung gearbeitet und ist mir ein großes Vorbild auf diesem Gebiet.

Seine Theorien dienen mir hier als Basis meiner Überlegungen.



Intelligent


Er formuliert seine These zu intelligenten Systemem sinngemäß folgernder Maßen.

Wir brauchen drei Elemente für ein intelligentes System. Das ist erstens die Vernetzung, zweitens der Impuls und drittens die Bewertung.

Alle drei Elemente sind in unserem Gehirn gegeben. Millionen von Nervenzellen sind miteinander vernetzt. Ein Impuls wandernd rasend schnell durch dieses Netzwerk und wird an verschiedenen Stellen analysiert und bewertet. Eine Reaktion ist oft schon in Sekundenbruchteilen möglich, selbst wenn der eingegebene Impuls eine komplexe Situation wieder spiegelt. Es ist ein sehr schnelle, sehr intelligentes System.

Das Web 2.0 ist derzeit Allheilmittel, Wunderwerk und ein riesiges Netzwerk. Aber intelligent?

Die Vernetzung im Web 2.0 ist auch perfekt gegeben. Wir sind immer, zu jeder, mit jedem vernetzt. Bedingung erfüllt. Der Impuls funktioniert auch hervorragend. Ein kurzes Video auf Youtube oder ein Tweet auf Twitter wird innerhalb von Minuten gehypet und millionenfach gesehen. Bedingung erfüllt. Nur die Bewertung macht Sorgen. Die können wir derzeit noch nicht leisten. Wie will man ein derart komplexes System, wie das Web 2.0, qualitativ bewerten? Es ist derzeit einfach nicht möglich. Dazu bedarf es eigentlich wieder eigener intelligenter Systeme, die es schaffen, ein komplexe Lösung für ein solch komplexes Problem zu finden.

Wir haben also ein Problem. Das ist sehr gut! Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Gerne auch mit wirtschaftlichem Profit. Es muss also ein intelligentes System her.
Um im realen Leben (gerne erweitert durch die Virtualität des Internets) ein solches System zu erschaffen, bedarf es hauptsächlich drei Typen Mensch.



Team


BrokerOwnerCreator


Ich darf hier vorstellen: Der Broker, der Owner und der Creator. Frei nach Peter Kruse.
Der Broker kann selber nicht so viel bzw. Irgendwie alles. Er weiß aber vor allem immer, wer es weiß oder kann. Und er ist immer up to date. Kein Trend entgeht ihm.
Der Owner ist der Spezialist in unserem System. Er hat ein hohes Fachwissen auf einem speziellen Gebiet. Darin ist er Profi. Keiner kann ihm hier etwas vormachen. Den Überblick hat er allerdings nicht.
Und als letzter ist da der Creator. Gerne einmal Designer, ich zum Beispiel, aber nicht zwangsläufig. Er ist kreativ, überschreitet Grenzen, kann in die Zukunft sehen und Visionen erschaffen.
Diese drei Typen Mensch in einem System machen es intelligent.
Der Creator erschafft mit dem Owner zusammen Innovationen und sorgt somit für neue Möglichkeiten der Vernetzung. Mit dem Broker zusammen erschafft der Creator neue Trends. Sie greifen Bestehendes auf und bilden darauf ihre Visionen. Das ist der Impuls. Es pulst schon kräftig in unserem System.
Intelligent wird es, wenn sich Broker und Owner zusammen tun. Sie schaffen die qualitative Bewertung mit dem Überblick des Brokers und dem Fachwissen der Owners.
Ein intelligentes System (Netzwerk) ist entstanden.
In einer neuronalen Organisationstruktur, mit den richtigen Zutaten im System, bildet sich hier ein solch komplexer Lösungsfinder heraus, wie wir ihn brauchen in der heutigen Welt.
Und warum das Ganze? Für Firmen gilt das Gleiche, wie für den Einzelnen. Es ist sehr komplex geworden. Der Markt, die Kunden, die Welt. Höchste Zeit sich intelligenter Strukturen zu bedienen, die mit dieser Komplexität umgehen können. Diese Strukturen, das sind wir, mit unserem neuronalen, intelligenten System.

Und nicht vergessen: Es geht um Menschen. Virtualität hin oder her.


Im letzten Teil dieser Serie geht es darum, wie wir konkret an so einem intelligenten System teilnehmen können.
Was muss ich beim «Netzwerken» beachten?
Wie baue ich mir eine Community auf?
Womit aktiviere ich meine Kontakte und generiere daraus ein Geschäft?


Ist Ihr Netzwerk schon ein intelligentes System oder noch eine unorganisierte Gruppe?

Was können Sie dafür tun, dass aus Ihrem Netzwerk ein intelligentes System wird?

Finden Sie sich in einer der Positionen Broker, Owner oder Creator wieder?



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    Hypothesen zur “Organisation der Zukunft” | PROJEKTMANAGEMENT BLOG

    August 26th, 2012 12:40

    […] Kreative Netzwerke: Erregung (Creator) – Lösungsbildung (Owner) – Bewertung (Broker) […]

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